Ich hab Reflux …

… nein, ich zum Glück nicht. Hatte ich noch nie Probleme damit. Ich kenne aber einige die damit Probleme haben.

Doch was ist das nun genau , dieser „Reflux“? Im Februar 2015 lauschte ich der Sendung „Sprechstunde“ vom Deutschlandfunk – ja ich oute mich als DLF Hörer – die an diesem Tag, das Schwerpunktthema „Sodbrennen und Refluxkrankheit“ hatten.

Bis zu dem Moment dachte ich, ich wüsste was Reflux ist. Prof. Dr. med. Arno Dormann erklärte aber sehr gut den Unterschied der Begrifflichkeiten.

Das Sodbrennen kommt ja in der Regel von einer Überproduktion an Magensäure. Hier ist also die erste Ursache für das Sodbrennen zu suchen.

Reflux ist quasi das sauere Aufstossen, wo die Magensäure durch den Durchgang zwischen Speiseröhre und Magen nach oben steigt. Der Verschlussmechanismus ist dann oftmals in seiner Funktion beeinträchtigt.

Und nun spüren wir das Sodbrennen, dass so schlimm werden kann, dass die Speiseröhre nachhaltig geschädigt (verätzt) wird.

Was kann ich nun tun?
Na ja .. so hart es klingt. Oftmals spielt unsere Ernährung eine wichtige Rolle dabei. Fettiges Essen zum Beispiel, fördert die Produktion der Magensäure. Ebenso wie Kaffee und Zigaretten. Auch Schokolade kann dies beeinflussen. Die Rückmeldungen über die Auslöser des Sodbrennens sind allerdings wohl sehr unterschiedlich und individuell. Übergewicht ist übrigens auch ein Faktor, der nicht hilfreich ist.

Im ersten Schritt würde ich nun mein Eßverhalten beobachten und schauen, wann es denn schlimmer wird. Vielleicht hilft es ein Ernährungstagebuch zu führen und zu vermerken, wann das Sodbrennen auftritt.
Zusätzlich würde ich die Hilfe einer qualifizierten Ernährungsberatung suchen. Die Oecotrophologen und Diätassistenten können da sicher helfen. Wahrscheinlich werden die zu Beginn sagen, man möchte bitte mal ein Ernährungstagebuch führen und vermerken, wann das Sodbrennen auftritt.

Auch die Einnahme von sogenannten Protonenpumpeninhibitoren (PPI) können helfen, da diese die Säureproduktion im Magen beeinflussen. Auch wenn diese Rezeptfrei sind, würde ich vorher einen Arzt befragen, da auch diese Präparate Nebenwirkungen haben könnnen.
Ganz interessant fand ich in dem Beitrag, dass es auch verschiedene operative Verfahren gibt, die die Funktion der „Rücklaufsicherung“ zwischen Magen und Speiseröhre wiederherstellt.
Ich war ganz verwundert, wieviele Refluxzentren es doch mittlerweile gibt. Suchmaschinen helfen da gerne.

Zum Abschluss möchte ich dann doch nochmal zu den Adipösen kommen.
Reflux ist unter anderem eine Kontraindikation für eine Schlauchmagen-OP. Hier wird man, sofern es keine anderweitigen Ausschlusskriterien gibt – immer den Magenbypass empfehlen.

Sollte bei einem Betroffenen mit Schlauchmagen nun doch ein Reflux auftreten, so würde ich auch erst mal schauen, wie das Essverhalten ist. Sollte das nicht helfen, so bleibt letztendlich oft nur eine weitere OP wo ein Magenbypass bei rauskommt. Sofern es keine wichtigen Gründe gegen den Magenbypass gibt.

In einigen Fällen klagen Betroffenen mit Magenbypass über Sodbrennen. Eigentlich ist dies kaum möglich. So manch einem Adipositaschirurg entfährt ein „Kann nicht sein“.
Sorry, kann doch sein.

Meistens geht es dann los mit einer 24-stündigen ph-Metrie und allen möglichen Untersuchungen.
Und oft alles ohne konkretes Ergebnis. Ein Schluckröntgen bringt oftmals erst den Aufschluss. Ab und an bildet sich ein sogenannter Blicksack am Magenpouch, der das Sodbrennen herbeiführt.
Prinzipiell sollte man das Sodbrennen nicht unterschätzen und einen Arzt um Rat fragen.

 

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