Die Focus Ärzteliste Teil 2

Wer kommt denn nun in die Focus Ärzteliste und wird „empfohlen“

Im Juli letzten Jahres zweifelte ich in einem Beitrag die Focus Ärzteliste an.

Also nicht, dass es die Ärzte tatsächlich gibt. Sondern wie es um die Auswahl derer steht. Wird tatsächlich mit den hohen Standards ausgewählt oder wie läuft das?

  • Werden Patienten befragt?
  • Beurteilen Ärzte ihre Kollegen?
  • Wird die Fachdatenbank PubMed bei jedem Mediziner geprüft?
  • ….

Dass der Ablauf nicht so zu sein scheint, wie es bei MINQ beschrieben ist / war, habe ich schon befürchtet.

Gestern erhielt ich einen Kommentar auf den alten Beitrag, der mich dann bestätigte.

Mit der Zahlung von 1.900 € zzgl. MwSt. wird man beim Focus empfohlen. Mit der qualitativen Auswahl hat dies dann eher weniger zu tun. Es macht eher den Eindruck, dass Adresslisten und ein Seriendruck verwendet wird um die Liste zu füllen. Oder sind das die Kosten für die o.g. Recherchen? Das würde im Umkehrschluss ja bedeuten, dass wenn ein Arzt die Kriterien nicht erfüllt, keine „Auszeichnung“ bekommt.

Jan Peter Peczat hat bei Facebook das „Angebot“ Top Mediziner zu werden, veröffentlicht. Vielen Dank dafür. Es wundert mich, dass dies nicht schon früher passiert ist. Scheint niemanden zu stören, wenn Patienten so beeinflusst werden. Ist ja nur Werbung und der aufgeklärte Patient muss das doch wissen *hust*

Anscheinend gibt es nicht genügend Patienten für alle Ärzte und der Wettbewerb scheint hart zu sein.

<ironie>Das erkennt man ja täglich daran, dass man einen Facharzttermin von heute auf morgen bekommt. Meistens erhält man das Angebot sofort erscheinen zu können, da das Wartezimmer leer ist und der Arzt sowie sein Personal sich vor lauter Langeweile schon den ersten Brettspielen widmen </ironie>

Und die Patienten schauen beim Blick auf das „Zertifikat“ voller Bewunderung auf „Ihren“ Arzt und fühlen sich in der Annahme „Mein Arzt / Klinik ist der / die Beste“ bestärkt.

 

 

Angebot Focus Ärzteliste
Quelle: Jan Peter Peczat
Angebot Focus Ärzteliste
Quelle: Jan Peter Peczat
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